Geschichte

Strand

Die Gründung der OG Bern und Umgebung des SDC

Bei der Geschichte der OG Bern darf ein Name nicht fehlen: Vreni Wenger; Sie war das Herz und der Motor bei der Gründung der Ortsgruppe. Es war ihr grosser Wunsch eine Ortsgruppe Bern und Umgebung zu gründen, dazu sammelte sie Gleichgesinnte um sich und konnte sie für ihre Idee begeistern. Von Anfang an war klar, dass der Dackel nicht nur als Begleithund, sondern auch als Jagdhund gefördert werden soll. Schliesslich gehört  unser aller Lieblingshund zur kleinsten der Jagdhunderassen. Am 19. Januar 1979 war es dann soweit: Die Ortsgruppe Bern und Umgebung des SDC wurde aus der Taufe gehoben und im gleichen Jahr  an der GV des Mutterclubs bestätigt. Der erste Präsident war Hermann Balmer. Bewusst wollte Vreni Wenger  einen Jäger an der Spitze des Vereins. Von Anfang an dabei waren auch Yvette Spiess als Kassiererin und das Ehepaar Blum, Erika als Sekretärin und Peter in der technischen Kommission. Sofort setzen auch die Aktivitäten ein: Eine Dackelwanderung, Erziehungs- und Schweisskurse, ein monatlicher Höck und Ankörungen.

Welpen Mara 08

Die Dachshund-Nachrichten

Es war auch Vreni Wengers Idee ein „Dackelheftli“ zur Information der Mitglieder des gesamten SDC, herauszugeben. Die „Dachshund-Nachrichten“, Format A5 und schwarzweiss, wurden in der Ortsgruppe redigiert. In der Redaktion waren Yvette Spiess, Erika Blum und später auch Marianne Blankenhorn.  Das erste Heft erschien 1981 und von da an   informierte es  die Mitglieder dreimal jährlich in 39 Nummern bis 1993. Zu diesem Zeitpunkt beschloss der SDC mit einem neuen Redaktionsteam auf  ein professionelles vierfarbiges Magazin im A4 Format umzustellen. Es ist das Heft, das heute noch erscheint.

Aïsha im Pool

Aktivitäten

Leider konnte sich Vreni Wenger nur wenige Jahre an ihrer Dackelfamilie freuen. Viel zu früh verstarb sie 1982 an einer unheilbaren Krankheit.  Ihr Wunsch nach einer jährlichen Frühsommerwanderung im Emmental mit einem Fragenparcours wurde von der Ortsgruppe aufgenommen. Seit 1983 gab es den „Vreni -Wenger Gedenkmarsch“ neben der frühherbstlichen Dackel -Wanderung. Eine Winterwanderung  tröstete jeweils viele Mitglieder über die kurslose Zeit hinweg, bei allem Wetter, von Schneegestöber bis herrlichem Sonnenschein stapften Herrchen und Frauchen mit ihren kurzbeinigen Begleitern durch den Schnee und wärmten und erholten sich danach in der „Sonne“ in Schwanden im Emmental. Sehr beliebt war auch der „Ostermontagsplausch“ mit Eiertütschen und vielen Kuchen. Erziehungskurse, eingeteilt, -je nach Ehrgeiz der Hundehalter- in Arbeits- oder Plauschkurse  gehörten von Anfang an dazu. Der Schweisskurs wurde gerne auch von Nichtjägern besucht.  Viele DackelführerInnen wollten ihren Liebling in der Gebrauchsklasse ausstellen oder wollten ganz einfach mit ihrem Hund gerne etwas arbeiten, die Begleithunde-Ausbildung kam erst viel später. Kameradschaft wurde und wird in der OG Bern  hoch geschätzt, deshalb enden viele Kurse immer wieder in einem gemeinsamen Höck oder einer Brätlete. Dank der Ortsgruppe wohlgesinnten  Berner Pächtern in einem deutschen Revier konnte die Ortsgruppe für den SDC bis in die späten 90 Jahre jeweils die Spurlautprüfung in Griessheim, (Markgräflerland) Deutschland durchführen. Eine besondere Freude war es, als der kleinste der kleinen Dachshunde, nämlich Floh der Rauhaar Kaninchenteckel von Cilgia Rechner, der Mutter der heutigen Präsidentin, den andern Dackel zeigte, was ein so kleines Kerlchen kann und die Prüfung mit Bravour bestand. Der Spott der Jäger wich der  Hochachtung! Gelegentlich gab es auch Dackeltreffen mit andern OGs und  einmal sogar mit unseren deutschen Nachbarn aus Lörrach.  Viel zu tun gab jeweils auch die Ankörung. In den 80er- und 90er  Jahren „boomte“ der Dackel. Die Rasse war in jeder Varietät sehr beliebt. In manchem Jahr wurden in der Ortsgruppe zwei Ankörungen mit bis zu vierzig Hunden durchgeführt, dies teilweise in Zusammenarbeit mit der OG Nordwest.

Hund und Kind

Präsidenten

1988 gab Präsident Hermann Balmer sein Präsidium seinem Vize-Präsidenten Rolf Ryff weiter, auch er ein Berner Jäger und seit Anfang bei der Ortsgruppe.

Rolf Ryff konnte am 17. Juni 1989, anschliessend an den Vreni Wenger Marsch zum 10 – Jahr Jubiläum einladen. Es fand im Bürgisweiherbad in Madiswil  statt, zahlreiche Ehrengäste und Gründungsmitglieder konnten begrüsst werden. Ein feines Hamme-Essen, Spiel, Tanz, Wettbewerbe und Zaubereien unterhielten die Gäste bis  zum Wirtschaftsschluss.

Rolf Ryff leitete die Ortsgruppe bis 1998 und gab dann die Leitung seiner Vizepräsidentin Marianne Blankenhorn weiter. Damit war erstmals eine Nicht- Jägerin Präsidentin der Ortsgruppe. Sie ist mit  einem Jäger verheiratet und hat beruflich viel mit Jägern zu tun, sie hatte also viel Verständnis für die jagdlich geführten Dackel.  Seit dem Jubiläumsjahr 2004 (25 Jahre Ortsgruppe Bern) führt mit Beatrix Rechner wieder eine Jägerin die Ortsgruppe.

James

Die Ortsgruppe dankt

Ohne die Mitarbeit des Vorstandes und tüchtiger Mitglieder wäre es den PräsidentInnen aber nicht möglich, das vielfältige Programm der Ortsgruppe durchzuziehen. Deshalb sollen hier einige besondere Persönlichkeiten genannt werden. Besonders erwähnt gehört in erster Linie Yvette Spiess, sie war von Anfang an in der Ortsgruppe und im Hauptclub im Vorstand dabei und hatte verschiedene Chargen inne. Alles tat sie aus Liebe zu den Dackeln. Ihr Herz gehört besonders den langhaarigen Zwergdackeln.
Das Ehepaar Peter und Erika Blum war auch fast von Beginn an dabei, Erika als tüchtige Sekretärin und Peter als grosser Hundefachmann, er konnte im Erziehungskurs viele wertvolle Tipps geben. Leider weilt er nicht mehr unter uns. Norbert Kranz führte während vieler Jahre die Kasse des Vereins. Er schaute nicht nur, dass es dem Verein finanziell gut ging, er sorgte als Wirt oft auch für das leibliche Wohl der Mitglieder. Heidi Sutter, langjähriges Vorstandsmitglied, ist heute in der Sektion „jagdlich geführte Dackel“ tätig. Viele weitere Vorstands- und andere Mitglieder haben mitgeholfen die Ortsgruppe über 30 Jahre lebendig zu erhalten. Sie können hier nicht alle genannt werden, aber allen sei sehr herzlich gedankt.

Idefix (Charly) vom Rennfeld
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